Auf den heutigen Beitrag habe ich mich sehr gefreut. Denn ich zeige dir, wie du deiner alten Kaschmirjacke oder altem Kaschmirpullover wieder zu neuem Leben verhelfen kannst, indem du Ellenbogen Patches ganz einfach selbst strickst. Das Thema Nachhaltigkeit nimmt immer mehr Platz in meinem Leben ein. Es macht mir großen Spaß, immer neue Ideen zur Plastikvermeidung oder Wiederverwertung  zu überlegen.

Kaschmirjacken

 

 

Als Strickjacken bevorzuge ich gerne welche aus Kaschmirwolle. Die Faser dieser Wolle hat eine hohe Wärmedämmung und eignet sich dadurch hervorragend gerade für kalte Wintertage.

Das Besondere ist auch, dass diese Wolle im Gegensatz zur Schafswolle sehr fein ist, dadurch fühlt sie sich sehr weich auf der Haut an. Zudem empfinde ich Kaschmirwolle als sehr robust und pflegeleicht, da sie nicht oder kaum fusselt. Die Langlebigkeit der Strickjacken und Pullover ist erstaunlich, denn viele von ihnen begleiten mich schon in das zweite Jahrzehnt. 

So auch meine graue Kaschmirjacke, die fast täglich im Einsatz ist. Letztens musste ich dann leider feststellen, dass ein Ellenbogen nun ein Loch hat. 

 

 

Bis auf das Loch am Ellenbogen war jedoch die Jacke noch ganz in Ordnung. Aus diesem Grund fand ich den Gedanken, Patches auf die Ellenbogen zu nähen, vielversprechend.

Ellenbogen Patches gibt es bereits fertig in vielen Variationen. Es gibt sie zum Beispiel aus Leder oder Wildleder. Es gibt sie auch gestrickt. Ich entschied mich für die gestrickte Variante, jedoch nicht gekauft, sondern selbstgestrickt. Durch Aus- und Herumprobieren kam ich dann auf die nachfolgende Strickanleitung. Als Strickmuster habe ich grob rechts gewählt.

4. Eine Stopfnadel zum Vernähen     5. eine Schere

Um das Projekt “Ellenbogen Patches stricken” zu realisieren, benötigst du die nachfolgenden Utensilien:

1. Wolle (als Wolle habe ich die Semilla Cablé Gots von BC Garn gewählt. Es handelt sich dabei um eine 100% Bio-Schurwolle). 

2. Stricknadeln der Stärke 4 mm

3. Eine Rundenzähluhr oder ein Blatt Papier mit einem Stift (dies benötigst du, um die Anzahl der gestrickten Runden zu zählen)

4. Eine Stopfnadel zum Vernähen

5. eine Schere

Wenn du alle Utensilien zusammen hast, dann kannst du auch schon sofort loslegen. Für die Größe von ca. 11 cm Länge und 9 cm Breite, beginnst du mit vier Anfangsmaschen. Die erste Reihe wird rechts durchgestrickt. In der zweiten Reihe nimmst du dann zwei Maschen dazu, indem du nach der ersten und nach der vorletzten den Zwischenfaden strickst. Die dritte Reihe wird dann wieder nur rechts gestrickt. In der vierten Reihe nimmst du wieder nach der ersten und nach der vorletzten eine Masche auf. Die fünfte wird dann auch einfach rechts gestrickt. Eine Zunahme von zwei Maschen erfolgt damit in jeder zweiten Reihe bis du 20 Maschen auf deiner Nadel hast. Wenn die zwanzig Maschen erreicht sind, dann strickst du einfach zwangzig Reihen grob rechts durch. Ab der 21 Reihe beginnst mit der Abnahme der Maschen, indem die zweite und die vorvorletzte Masche mit der nachfolgenden zusammengestrickt werden. Die Abnahme sollte auch hier bei jeder zweiten Reihe erfolgen und enden, wenn vier Maschen auf der Nadel verbleiben. Die letzte Reihe strickst du dann ebenfalls einfach rechts. Danach wird die Arbeit abgemascht und vernäht.

Und hurra, du hast deinen ersten Patch gestrickt. Das gleiche wiederholst du dann mit dem zweiten Patch. Wenn beide Patches fertig sind, vernähst du zunächst die Naht, damit sich diese nicht einfach auflöst.

Zum Schluss werden die fertigen Patches auf der Mitte des Loches am Ellenbogen angenäht. Ich würde dir empfehlen, zuvor das Loch am Ellenbogen der Strickjacke oder des Pullovers zu vernähen, damit es unter dem Patch nicht einfach größer wird.

Und fertig sind die Patches.

 

Viel Spaß beim Nachstricken!

 

Ich würde mich unheimlich über dein Feedback hier auf der Seite oder auf Instagram oder Pinterest freuen.

 

PS: Als weitere Idee zur Kunstoffvermeidung empfehle ich dir selbstgestrickte Spültücher, die ich auch in meinem Online-Shop anbiete.

 

 

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